Meine Terrarienanlage

Auf mehrfachen Wunsch meiner Besucher, möchte ich hier meine Terrarienanlage kurz in Wort und Bild vorstellen. Die Schränke wurden alle als Sonderanfertigungen für mich zusammengebaut. Schrank 1 und 4 wurden von einem Freund während seines Praktikums bei einer Tischlerei für mich angefertigt. Licht, Glas und Lüftung habe ich nachträglich selbst eingebaut. Der Aufzuchtenschrank und Schrank 2 wurden von einer anderen Tischlerei gefertigt. Die Glasbecken für den Aufzuchtenschrank hat ein befreundeter Terrarianer für mich nach meinen Wünschen geklebt. Einige Besonderheiten hierbei können weiter unten auf dieser Seite betrachtet werden. Alle Schränke wurden aus weiß beschichteten Spanplatten gefertigt und so zusammengesetzt, dass sie für einen Umzug komplett wieder zerlegt werden könnten. Deswegen wurden die Fugen auch nicht mit Silikon abgedichtet. Bisher konnte ich noch keinerlei Probleme, verursacht durch Feuchtigkeit, beobachten.

Terrarienschrank 1 Terrarienschrank 1 mit ausgezogener Ablage.

Auf den oberen Bildern ist der Terrarienschrank 1 zu sehen, der bei mir im Wohnzimmer steht. Ein besonderer Clou bei den großen Terrarienschränken ist die komplett versenkbare und natürlich auch ausziehbare Ablage, die über dem zweiten Terrarium von unten eingebaut wurde. Dieses Ausziehtischchen ist ungemein praktisch bei den Fütterungen oder Reinigungsaktionen, da jegliche Kleinteile in Griffnähe abgelegt werden können. Der Tisch wird mit Möbelschnappern im Schrank versenkt. Durch leichten Druck von vorne gegen den Tisch geben die Schnapper die Ablage frei und drücken sie leicht nach vorne aus dem Tisch heraus, so dass diese einfach herausgezogen werden kann.

Terrarienschrank 1 mittleres Becken.

Hier ein kleiner Einblick in eines der Becken von Schrank 1. Die Becken haben eine Grundfläche von 120B x 60T x 45H cm. Jeweils die beiden unteren Becken der großen Schränke können mit einer Trennwand aus Holz oder Glas jeweils in zwei 60 x 60 x 45 cm große Terrarien unterteilt werden. Die Belüftung der Terrarien findet entweder über vorne unten (3 cm hoch und über die gesamte Breite) und hinten oben gelegene (10 cm hoch und über die gesamte Breite) Belüftunsschlitze statt oder über vorne unten und oben an den Seiten gelegene Belüftunsschlitze. Die Becken werden jeweils durch eine 26 Watt Leuchtstoffröhre und zwei E14 20 Watt starke Spotstrahler beleuchtet und beheizt. Die Vorschaltgeräte der Leuchtstoffröhren wurden außerhalb der Becken angebracht, um eine Überhitzung der Becken zu vermeiden. Das gesamte Licht ist in einem Lichtkasten untergebracht, der komplett verschlossen ist und somit für die Tiere nicht zugänglich. (Mehr zu Trennscheiben, Licht und Belüftung weiter unten.)

Terrarienschrank 2 Aufzuchtenschrank Terrarienschrank 4

Auf diesen Bildern sind (von links nach rechts) der Terrarienschrank 2, ebenfalls im Wohnzimmer aufgestellt, der Aufzuchtenschrank, auch im Wohnzimmer zu finden und der Terrarienschrank 4, im Schlaf- und Arbeitszimmer aufgestellt, zu sehen. Das Besondere an Terrarienschrank 4 ist, neben seiner integrierten Aufzuchtstation in der Mitte, dass er um die Heizung des Zimmers herum gebaut wurde. Aus diesem Grund finden sich in den beiden unteren Terrarien die Holzecken hinten links. Schrank Nummer 4 ist etwas kleiner, als die Schränke 1 und 2. Er ist lediglich 100 cm breit, allerdings auch 60 cm tief.

Aufzuchtenschrank oben Aufzuchtenschrank unten

Der Aufzuchtenschrank wird durch 15 kleine Becken und sechs größere gebildet. Ganz oben habe ich ein wenig Platz für die wichtigste Reptilienliteratur gelassen. Die kleinen Becken sind jeweils 20B x 30T x 25H cm groß und werden nur hinten oben belüftet. Die größeren Becken sind 50B x 25T x 30H cm groß und werden ebenfalls hinten oben belüftet. Die Belüftungsbleche dienen gleichzeitig als Blendschutz gegen die dahinter installierten Leuchtstoffröhren. Ein 8 mm starkes quadratisches Brett, welches ich zwischen Terrarium und Schrankzwischenboden klemmen kann, dient auch hier als portable Arbeitsfläche.

Aufzuchtenschrank Glasbecken Aufzuchtenschrank Beleuchtung

Die Frontseite der Aufzuchtbecken ist von unten nach oben leicht nach vorne versetzt eingeklebt worden. Das hat den schönen Effekt, dass die Falltüren trotz der übereinander angeordneten Becken immer noch nach oben hin geöffnet werden können. Wären die Scheiben schlicht senkrecht eingeklebt worden, hätte man die Becken nicht mehr öffnen können oder hätte sie für jede Öffnung nach vorne ziehen müssen. Der Schrank für die Aufzuchtbecken ist 35 cm tief. Auf diese Weise habe ich hinter den Becken noch Platz für die Beleuchtung, die aus 60 cm Leuchtstoffröhren besteht. Die Vorschaltgeräte sind hierbei im Schrank verblieben, um so eine Art Bodenheizung für die darüber liegenden Becken zu erhalten. Damit die Aufzuchtbecken nicht nach hinten gegen die Lampen durchrutschen liegt hinter jedem Becken auf dem Schrankboden eine 8 mm Spanplatte von 10 cm Tiefe. Diese Platte ist nicht zu sehen, verhindert aber das Durchrutschen der Becken exzellent.

Terrarienschrank 1 mit Trennscheibe aus Holz Terrarienschrank 1 mit Trennscheibe aus Glas

Hier sind die oben angesprochenen Trennwände für die unteren Terrarien in den großen Terrarienschränken zu sehen. Ich habe zwei Varianten an Trennwänden zur Verfügung. Zum einen aus Holz gefertigte, zum anderen welche aus Glas. Die gläsernen Trennwände machen optisch natürlich wesentlich mehr her. Leider bedürfen sie aber auch einer höheren Pflegeintensität. Insbesondere bei Fütterungen hat sich herausgestellt, dass die gläsernen Trennwände den hölzernen in ihren Eigenschaften unterlegen sind. Da Strumpfbandnattern durchaus futtergierig und -neidisch sind, kommt es bei einer Fütterung in mit Glasscheiben abgetrennten Becken häufig zu Attacken gegen die Trennscheibe. Das ist nicht nur unschön für die attakierenden Tiere, sondern sorgt auch für unnötige Aufregung bei den fressenden Tieren, die dann nicht selten mit ihrem Futter im Maul flüchten und dabei gerne etliche Schmierspuren an den Trennwänden hinterlassen. Bei Fütterungen empfiehlt es sich daher, die Glastrennwände gegen die hölzernen auszutauschen. Um auch bei den trennfähigen Terrarien gewährleisten zu können, dass ich noch problemlos an die Lichtkästen gelange, musste an der oberen Führungsschiene für die Trennwand das letzte Stück zum Lichtkasten hin mit einem Scharnier wegklappbar gestaltet werden. Zu erkennen an dem senkrechten schwarzen Strich an den oberen Führungsschienen bei beiden Terrarien.

Terrarienschrank 1 Lichtkasten geschlossen. Terrarienschrank 1 Lichtkasten geöffnet.

Für die Lichtkästen habe ich an die Seiten der Terrarien hinten oben jeweils ein rechteckiges Holzstück angeschraubt. Das Holzstück hat in der Waagerechten eine Ausfräsung für die untere Scheibe des Lichtkastens und an der Senkrechten zum Terrarieninneren hin eine Aussparung für die Frontblende des Lichtkastens. Besonders gut zu erkennen auf dem zweiten Bild. Die Leuchtstoffröhre, sowie die Fassungen für die Spotstrahler wurden einfach gegen die Decke des Terrariums geschraubt. Sowohl die Frontblende, als auch die untere Scheibe des Lichtkastens können herausgenommen werden. Damit die untere Scheibe aufgrund ihres Eigengewichtes nicht durchhängt und somit kein Spalt entsteht, der groß genug für das Durchschlüpfen einer Schlange wäre, wird die Scheibe in der Mitte des Terrariums durch ein Aluminium-L-Profil, welches gegen die Terrarienrückwand geklebt wurde, gestützt. Wichtig beim Zusammenbau des Lichtkastens ist das exakte Ausmessen aller Längen und Tiefen. Damit wird gewährleistet, dass keine Spalten entstehen, die groß genug für eine Schlange wären und zudem auch, dass kein Licht aus dem Lichtkasten leuchten kann, wo es nicht leuchten soll (Insbesondere wichtig am oberen Rand der vorderen Sichtblende).

Terrarienschrank 1 Lüftung. Terrarienschrank 1 Lüftung.

Für die Lüftungsbleche wurde aus der jeweiligen Spanplatte in entsprechender Breite, über die gesamte Länge ein 2 mm tiefer Teil ausgefräst. So konnte ich die Lüftungsbleche samt Kleber plan mit der Spanplatte einsetzen. Um genügend Klebefläche zu behalten, wurde nicht über die gesamte Länge des Terrariums ein Loch in die Spanplatte gefräst, sondern lediglich jeweils 10 cm lange Schnitte worauf ein 4 cm dicker Holzsteg stehen bleibt und dann wieder ein Schnitt folgt. Zu erkenne auf dem ersten Bild. Der Schatten des Schnittes scheint durch das Lochblech durch.