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07.09.02
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Auf dem Rückweg aus unserem Urlaub sind meine
Freundin und ich, fast zufällig, in Münster hängen geblieben
und haben es uns nicht nehmen lassen zur Terraristik-Total zu gehen. Dies war unser erster Besuch dieser Veranstaltung. Wie ich schon erwähnte haben wir auf dieser Börse einige Neuzugänge erworben, die zum Teil vorbestellt waren, zum Teil einfach spontan gekauft wurden, da sie meine Zuchtgruppen perfekt ergänzen. Die vorbestellten Tiere waren 2.2 radix het. für amel. Iowa sowie pos. het. für amel. Nebraska. Alles NZ 2001. Außerdem bekam ich noch ein 0.1 radix NZ 00 anerythristisch ebenfalls pos. het. für amel. Nebraska. Des Weiteren hatte ich noch NZ 02 1.1 cyrtopsis occelatus bestellt, die aus einer Verpaarung von occelatus und cyrtopsis entstanden sind. Wunderschöne Tiere, denen man den cyrtopsis-Anteil kaum ansieht. Zufällig sind mir dann noch ein NZ 00 1.0 melanistisches sitalis sirtalis Tier in die Einkaufstasche gerutscht, sowie NZ 02 1.1 radix amel. Iowa. Alle Tiere haben bei mir sofort nach Ankunft ihre neuen Terrarien bezogen und scheinen sich recht wohl zu fühlen. Den kleinen amelanistischen radix konnte man allerdings deutlich ansehen, dass sie schon seit geraumer Zeit nichts mehr zu trinken bekommen hatten, denn sie haben sich sofort einen kräftigen Schluck Wasser gegönnt, bevor sie sich auf Erkundungstour begaben. |
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08.09.02
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Heute haben meine Freundin und ich erst mal klar Schiff
in den Terrarien gemacht. Die Becken mussten kräftig gereinigt
werden. Das anerythristische Tier hat sich den ganzen Tag zurückgezogen,
der Grund dafür: eingetrübte Augen. Das mel. Männchen zeigt sich von seiner besten Seite und kurvt ununterbrochen im Terrarium umher und untersucht seine Umgebung. Von diesem Zufallskauf bin ich bisher sehr begeistert. Des Weiteren ereignete sich heute eine Prämiere in meinem bisher fünfjährigen Terrarianerdasein. Ich wurde zum ersten Mal wirklich gebissen! Die similis fand es wohl gar nicht so gut aus dem Terrarium genommen zu werden und hat sich nach kurzer Gegenwehr zum beissen entschieden. Zunächst habe ich das gar nicht mitbekommen, erst als ich meine Hand etwas drehte, sah ich sie genüßlich an meiner linken Handaußenseite kauen. Nach einem kurzen Druck auf die Kopfseiten konnte ich sie allerdings zum loslassen bewegen! Dies hinderte sie jedoch nicht daran noch ein zweites Mal zuzuschnappen. Auch dieses mal war die Attacke eher schmerzfrei, allerdings aus beiden "Wunden" kamen dicke Tropfen Blut. Wer weiß, was das Tier geritten hat! Nachdem das Terrarium der similis gereinigt war und ich sie wieder zurücksetzen konnte, hat sie sich wieder recht friedlich verhalten und keinerlei Anzeichen für agressives Verhalten gezeigt. |
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09.09.02
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Heute möchte ich eine kleine Neuerung in diesem
Tagebuch bekannt geben: ab sofort werde ich auch die regelmäßig
stattfindenden Häutungen nicht mehr erwähnen, außer es sind
bei der Häutung irgendwelche Besonderheiten aufgetreten. Hiermit möchte
ich gewährleisten, dass auch weiterhin interessante Dingen in diesem
Tagebuch vermerkt werden und ich hierfür einen angemessenen Zeitaufwand
betreiben muss. Neu möchte ich einführen, dass ich kleine Bilder zu verschiedenen Problemen mit einbinde, um diese für den Leser verständlicher zu gestalten. |
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Nachtrag zum 08.09.02
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Hier das erste Bild. Zu sehen sind die Bissspuren,
die die similis bei mir verursacht hat. Das Foto habe ich einen Tag nach
den Bissen aufgenommen:
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15.09.02
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Natürlich konnten meine Freundin und ich uns
auch dieses Jahr einen Besuch in Hamm nicht verkneifen. Erwartungsgemäß
war es mal wieder sehr voll allerdings auch wieder sehr interessant für
den Schlangenfreund, da viele NZ 02 im Angebot waren, die zur Frühjahrsmesse
noch nicht auf den Tischen standen. Durch einen Zufall habe ich einen weiteren Thamnophis-Freund aus Hamburg kennengelernt, der mich letztendlich zu einem Kauf annimiert hat! Nicht das ich nicht schon zuhause darüber nachgedacht hätte im Falle eines Falles etwas mitzunehmen, aber er war wohl das Zünglein an der Waage. Somit habe ich von diesem Event, neben einigen sehr netten Gesprächen (Hallo Wolli und Tatjana, es war mal wieder sehr nett mit Euch zu plauschen und wir freuen uns schon jetzt wieder auf das nächste Jahr!) und neuen Kontakten auch noch 1,1 sirtalis tetrataenia mitgenommen. |
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16.09.02
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Alle Neuzugänge, mit Ausnahme der neuen tetrataenia
haben bisher tadellos gefressen. |
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18.09.02
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Heute habe ich bei dem anerythristischen Tier eine
merkwürdige Verdickung im hinteren Köperdrittel festgestellt und
kann mir nicht erklären, woher dieser Knubbel kommen mag. Beim Abtasten
konnte ich nur feststellen, dass er relativ weich ist und wohl im Inneren
des Körpers liegen muss und nicht etwa auf der Wirbelsäule oder
Ähnliches. |
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19.09.02
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Eine weitere unschöne Beobachtung: das neue
tetrataenia-Männchen befindet sich zurzeit in der Häutung und
hat heute angefangen, knackende Atemgeräusche von sich zu geben und
das Maul aufzureissen. Ich habe es sofort von dem Weibchen getrennt. Des Weiteren habe ich einige Fotos von dem Knubbel gemacht: |
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20.09.02
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Der Tierarztbesuch mit dem tetrataenia-Männchen
und dem anerythristischen Tier haben ergeben, dass es sich bei dem Knubbel
wohl um eine Verstopfung handelt. Dies war das Ergebnis nach einer wirklich
vollständigen Untersuchung inklusive Röntgen und Ultraschalluntersuchung.
Leider konnte die TA den Fremdkörper nicht aus der Kloake massieren,
daher sollte ich dem Tier zwei Wochen lang kein Futter mehr geben und danach
erneut zum TA kommen, um ein weiteres Mal zu versuchen, den Fremdkörper
herauszumassieren. Immerhin hat die Kotprobe ergeben, dass das Tier absolut
parasitenfrei ist. Das tetrataenia-Männchen schlägt sich, wie schon erwartet, mit einer Lungenentzündung rum und bekommt ab sofort jeden Tag ein Antibiotikum verabreicht. Da das Tier für einen Trachialabstrich noch zu klein ist, hat die TA das Medikament auf Verdacht ausgewählt. 12 Tage wird die Behandlung dauern, sollte das Männchen diese Krankheit überhaupt überleben. Hier noch die Röntgenaufnahmen des anerythristischen Tieres:
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24.09.02
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Das tetrataenia-Männchen lebt noch und zeigt
Zeichen der Besserung. Die Häutung hat es mittlerweile gut hinter sich
gebracht. |