Börsenberichte

Hamm am 15.09.01:

Am 15.09.01 War es soweit! Eine der bekanntesten Terraristik-Großveranstaltungen fand in den Zentralhallen von Hamm bei Bielefeld statt. Dies sollte die erste Terraristikmesse für mich sein und dementsprechend gespannt war ich auf alles, was mich da erwarten mochte. Um 10.00 Uhr sollten die Türen geöffnet werden. Pünktlich fuhr ich mit meiner Freundin um 10.10 vor dem Parkplatz vor. Etwas erstaunt waren wir über die Anzahl der Besucher, die sich zu dieser Zeit schon in langen Schlangen vor dem Eingang der Zentralhallen befand. Nach einer etwas glücklich verlaufenen Parkplatzsuche durften wir uns dann auch in die besagten Schlangen einreihen und geduldig auf den Einlass warten. Eine Dreiviertelstunde später war es dann soweit: Wir betraten die Hallen von Hamm. Zunächst etwas ernüchtert musste ich feststellen, dass es zwar viele Aussteller gab, aber leider auch sehr viele Besucher in den Hallen und somit das Aufsuchen der einzelnen Stände regelmäßig in einen kleinen Ringkampf ausartete. Mit der Zeit habe ich das Alles jedoch gar nicht mehr als so störend wahrgenommen, da ich einfach überwältigt von dem großen Angebot an Tieren und Zubehör war. Es gab jede Menge zu entdecken und das nicht nur bei den Schlangen. Alles wurde Angeboten: Insekten, Geckos, Warane, Kaimane, Anolis, Frösche und vieles mehr. Auch ein Raum für Gifttiere war vorhanden. Interessant waren vor allem die verschiedenen Farbvarianten, die von fast jedem Tier angeboten wurden. Obwohl es irgendwann dann doch nicht mehr so spannend ist die x-te Albino-Variante einer Kornnatter zu bewundern. Kornnattern waren die dominierenden Tiere auf dieser Messe!
Ich habe es mir verkniffen irgendetwas zu kaufen, obwohl ich mehrmals mit mir kämpfen musste! Ich wollte diesen Messebesuch viel mehr dazu nutzen, mir eine Meinung über solche Events zu bilden. Das Ergebnis: Als Neuling ist es unbedingt zu Empfehlen solch eine Veranstaltung zu besuchen. Man kann viele Kontakte knüpfen und sich prima mit den Händlern austauschen. Soweit diese denn kompetent sind. Mehrmals ist es mir passiert, dass ich relativ einfach zu beantwortende Testfragen gestellt habe und haarsträubende Antworten erhielt. Überwiegend habe ich mich aber gut beraten gefühlt und nicht den Eindruck gehabt über´s Ohr gehauen werden zu sollen.
Zweigeteilt war auch der Zustand der angebotenen Tiere. Großteils machten sie einen vitalen und, soweit möglich, gesunden Eindruck. Mir sind aber durchaus auch augenscheinlich kranke und von Parasiten befallene Tiere aufgefallen, die ihrem neuen Besitzer bestimmt nicht mehr lange Freude bereitet hätten. Auch ist es vorgekommen, dass Tiere unter einem falschen Artnamen angeboten wurden! Ich kann jedem Anfänger nur raten, dass er eine erfahrene Person zu solch einer Veranstaltung mitnimmt, um am Ende ebenfalls ein positives Resümee ziehen zu können.
Für mich war dieser Messetag ein sehr gelungener Tag!

Hamm am 09.03.02:

Um 5 Uhr morgens klingelte der Wecker und wir zwangen uns aufzustehen, denn eine lange Fahrt stand uns bevor. Vier Stunden später waren wir am Ziel: Hamm,  Messehallen. Ein erstes Aufatmen: noch keine Schlange vor den Türen! Bei einem gemütlichen Frühstück im Auto beschlossen wir, uns vorsichtshalber doch schon einmal anzustellen, auch wenn als offizielle Öffnungszeit 10 Uhr genannt war. Diese Entscheidung stellte sich dann als richtig heraus, denn als wir am Eingang  ankamen hatte sich dort bereits eine große Menschenmasse versammelt, die dichtgedrängt darauf wartete, dass endlich die Türen geöffnet wurden. Schon befürchteten wir ein ähnliches Gedränge, wie bei unserem letzten Besuch, doch glücklicherweise war der Ansturm dieses Mal nicht so groß und dementsprechend schnell hatten wir dann auch alle Stände besichtigt. Bald wurde uns bewusst, weshalb die Besucherzahlen vergleichsweise gering waren: das Angebot war lange nicht so reichhaltig, wie auf der Herbstmesse, was wohl daran lag, dass es noch nicht so viele Nachzuchten gab. Während Daniel ein wenig enttäuscht war, da sich seine Schlangensuche als wenig erfolgreich darstellte -  wir konnten im gesamten Messegelände lediglich zwei (!) Thamnophis sirtalis sirtalis, die sich bei genauerer Betrachtung als sauritus entpuppten, ausfindig machen - habe ich mich voller Begeisterung auf alle Echsen gestürzt. Hierbei war das Angebot besser. Wir haben uns jede Menge Anregungen geholt, gekauft habe ich allerdings keine - dafür möchte ich mir erst einmal genügend theoretisches Wissen über das jeweilige Tier anlesen.
Zwei Highlights unseres Besuches waren die Treffen mit Wolli und Tatjana (www.echsenseite.de) und den Mitgliedern der EGSA (European Garter Snake Association), mit denen wir (vor allem Daniel) spannende Gespräche über diverse Farbzuchten geführt haben.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es zwar auch diesmal wieder interessant war, die Herbstmesse jedoch insgesamt mehr zu bieten hat, jedenfalls für Schlangenhalter.